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Virologisches Versagen im zentralen Nervensystem (ZNS)
bei HIV-Infektion

Virologisches Versagen im ZNS bei der Therapie der HIV-Infektion: Charakterisierung des HIV-Bindeproteins (gp120 V3 loop) von HIV-1-Varianten in Blut und Nervenwasser

Bei der HIV-Gehirnentzündung (Enzephalopathie) findet sich eine hohe Menge des Virus im Gehirn und Nervenwasser. Die Vermehrung des Virus im Gehirn geschieht unabhängig vom Blut. In HIV-infizierten Individuen sind zu einem Zeitpunkt immer viele Virusvarianten vorhanden, und es wird vermutet, daß es bezogen auf das Hirn "spezialisierte" Virusvarianten gibt. Unter einer antiviralen Therapie fällt die Viruslast im Blut schnell ab.

In eigenen Vorarbeiten konnte in der Neurologischen Klinik im Uniklinikum Hamburg-Eppendorf nachgewiesen werden, daß eine Therapie bei Patienten ohne HIV-Gehirnentzündung zu einem schnellen Rückgang der Viruslast auch aus dem Nervenwasser führt. Hingegen kam es bei Patienten mit HIV-Enzephalopathie bei gutem Therapieeffekt im Blut zu einem ungenügenden Ansprechen oder sogar einem Anstieg der Viruslast im Nervenwasser. Dieses Phänomen läßt ein klinisches Therapieversagen und die Entwicklung pharmakoresistenter Virusvarianten befürchten. Ziel des Projektes ist die Überprüfung der Hypothese, daß die Persistenz des HIV im Gehirn darauf beruht, daß Blut und Gehirn durch verschiedene HIV-Varianten infiziert sind, die sich in ihrem Oberflächenmolekül gp120 unterscheiden. Hierzu soll das virale Gen für die Oberflächenmoleküle analysiert werden, um Aussagen über die Benutzung bestimmter alternativer Oberflächenmoleküle (sogenannter Ko-Rezeptoren) bei der Infektion von Zielzellen des Virus treffen zu können. Die Kenntnis hierüber könnte in Zukunft zur Entwicklung von Stoffen führen, die die Infektion dieser Zielzellen hemmen.

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